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FotoLexikon - Miniausgabe Begriffe aus der Fotografie einfach erklärt

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  #1  
Alt 21.03.2008, 07:54
Benutzerbild von OldSkoolMan
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Registriert seit: 29.12.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 489
Standard HDR DRI Tonemapping

HDR - DRI - Exposure Blending - Tonemapping...

...Begiffe, die im Digitalzeitalter immer häufiger verwendet und hier kurz! und einfach!!! erklärt werden sollen.

Ziel dieser Techniken ist, die Beschränkungen von digitalen Kameras, Monitoren und Druckern hinsichtlich der Darstellbarkeit von Helligkeitsunterschieden zu umgehen.
Je mehr Helligkeitsunterschiede im Bild, desto höher der Kontrastumfang bzw. die Dynamik.


HDR: High Dynamc Range
Bezeichnet einen hohen Dynamikbereich für Verfahren der Aufnahme- und Wiedergabetechnik ...wird häufig mit HDRI gleichgesetzt.
HDRI: High Dynamic Range Image
Ein HDRI ist ein Bild, auf dem ein größerer Bereich von unterschiedlichen Helligkeitswerten und Farben dargestellt wird, als ihn beispielsweise eine digitale Kamera mit einer Aufnahme erstellen könnte und entspricht in etwa unserem Sehvermögen. Die Erstellung von HDRI lohnt sich immer dann, wenn im Foto starke Helligkeitsunterschiede auftreten, beispielsweise Laternen in der Nacht, heller Himmel mit dunklem Wald uä. Man kann so in den hellen und dunklen Bereichen noch Strukturen sehen, die mit einem normalen Foto schwarz oder weiß würden. Ein HDRI ist wegen des hohen Kontrastumfangs auf herkömmlichen Ausgabemedien, wie Drucker oder Bildschirm, ohne Tonemapping nicht darstellbar.
DRI: Dynamic Range Increase
Ein Verfahren zur Steigerung des Dynamikumfangs eines Bildes mit dem Ziel, den Kontrastumfang zu steigern. Als Ausgang dienen mehrere unterschiedlich belichtete Fotos, die per Software im Nachhinein zusammengerechnet werden. Im Gegensatz zum HDRI bleibt das Foto während seiner Bearbeitung immer ein LDRI. Die DRI-Software ersetzt die hellsten (weißen) und dunkelsten (schwarzen) Stellen im Foto, mit Stellen aus der Belichtungsreihe, in denen noch Zeichnung vorhanden ist. Ergebnis ist ein voll durchbelichtetes Foto.
LDRI: Low Dynamic Range Image
Dies ist ein normales Foto, so wie es unsere Kamera macht und auf Bildschirm oder Drucker ausgegeben werden kann.
Tonemapping:...auch Dynamikkomression genannt
Mit diesem Verfahren werden nicht darstellbare HDR-Fotos auf LDR-Fotos gerechnet, so daß sie sich anschliessend auf Drucker oder Monitor ausgeben lassen. Die Zeichnung bleibt dabei in den Fotos erhalten, so daß nach Abschluss des Tonemappings alle Details im Foto erkennbar sind.
Exposure Blending: ...Belichtung verschmelzen...
ist das Überblenden verschiedener Belichtungen aus einer Belichtungsreihe in einem Foto und wird zur Erstellung von DRI-Fotos genutzt.
Hilfreiche Tips:
  1. Ausgangsmaterial ist für HDR und DRI das gleiche: man erstellt 3 (oder mehr) Fotos, die mit unterschiedlichen EV - Werten fotografiert wurden, idealerweise -3 /0 /+3...also 3 Blenden unterbelichtet, normal belichtet und 3 Blenden überbelichtet. Wenn die Kamera nur ± 2 EV zulässt, so geht es natürlich auch.
  2. Ein Stativ ist Pflicht - es gibt zwar Programme, die leichte Differenzen zwischen den Fotos einer Belichtungsreihe herausrechnen können, nur ist dies nicht empfehlenswert.
  3. Wenn möglich, nutzt man die Spiegelvorauslösung bei DSLR Kameras.
  4. ISO-Wert niedrig halten! Bei höheren ISO-Werten nimmt das Rauschen im Bild zu.
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