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FotoLexikon - Miniausgabe Begriffe aus der Fotografie einfach erklärt

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Alt 14.07.2008, 09:31
Benutzerbild von OldSkoolMan
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Registriert seit: 29.12.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 489
Daumen hoch Tiefenschärfe - Schärfentiefe

Die Schärfentiefe gibt die Ausdehnung des Schärfebereichs in einem Foto an. Es ist die Tiefe der Schärfe gemeint, nicht aber die Schärfe der Tiefe. Obwohl fachlich also nicht ganz richtig, wollen wir hier Tiefenschärfe und Schärfentiefe einfach mal gleichsetzen und uns vielmehr dem praktischen Nutzen zu wenden.

In der Fotografie wird die Schärfentiefe als gestalterisches Mittel verwendet. Sie hängt von der Brennweite, dem Abstand zum Motiv und der Blende ab.
Merke:
Schärfentiefe wird geringer mit:
- wachsender Brennweite ( bei 150mm z.B. gibts geringere Tiefenschärfe als bei 24mm Brennweite)
- kürzerem Abstand zum Motiv
- je weiter geöffnet die Blende ist (also je kleiner die Blendenzahl z.B. Blende 2,8)

Schärfentiefe wird größer mit:
- geringerer Brennweite
- größerem Abstand zum Motiv
- Abblenden, also große Blendenzahl einstellen (z.B. Blende 16)



Wie kann ich das nun gestalterisch nutzen?

An der Kamera wird "A", auch Blendenvorwahl oder Zeitautomatik genannt, eingestellt. Nun kann man die Blende per Hand einstellen und mit geöffneter Blende (also kleiner Blendenzahl) auf das eigentliche Motiv scharf darstellen - der Hintergrund wird bei geöffneter Blende unscharf. Dadurch wird der Blick des Betrachters auf das Motiv gelenkt.
Um die Sache etwas zu veranschaulichen, häng ich mal ein paar Beispiele an:

Die beiden folgenden Bilder wurden mit geöffnter Blende (Blende4), 170mm Brennweite aus einem Abstand von ca. 15 Metern fotografiert. Im linken Bild wurde die Kamera betont, im rechten die die Kamera haltende Dame. Durch die geringe Tiefenschärfe wirkt alles, was nicht im Focus ist, etwas unscharf und der anvisierte Teil des Fotos knackscharf, links also die Kamera, rechts die Frau. Die Bildaussage ändert sich dadurch. Verstärken liesse sich der Effekt der Unschärfe durch weiteres öffnen der Blende, also beispielsweise statt Blende 4, Blende 2,8 einstellen oder durch weiteres erhöhen der Brennweite, also 200mm statt 170mm...oder durch verkürzen des Abstandes zum Motiv, also statt 15m z.B. 7-10m oder durch die Kombination aus allen 3 Änderungen.



Links das Portrait eines Mädchens mit Blende 4 und 155mm Brennweite, Abstand ca 2-3m, der Hintergrund verschwimmt diffus im Nichts (weil geöffnete Blende von 4, kurzer Motivabstand, und lange Brennweite von 155), rechts eine Landschaft Blende 13 und 24mm Brennweite...hier werden die Zweige des Baumes im Vordergrund genauso scharf abgebildet, wie das Schilf im Hintergrund - selbst die Wolken sind noch scharf abgebildet ( weil kurze Brennweite von 24mm und abgeblendet auf Blende 13)


Ganz unterschlagen möchte ich den Unterschied zwischen Tiefenschärfe und Schärfentiefe nicht und verweise dazu auf die Wikipedia

Alles klar?

OldSkoolMan
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