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  #1  
Alt 24.07.2010, 09:03
Benutzerbild von OldSkoolMan
Administrator
 
Registriert seit: 29.12.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 489
Standard Zoo und/oder Tierpark Berlin

Natürlich sind auch andere Zoos interessant, aber ick bin nu ma Berlina ;-)

Hier gibts ein paar Anregungen für das Fotografieren von Tieren im Zoo und Tierpark

Eins vorweg: Nehmt Euch unbedingt Verpflegung mit, die Preise für Essen und Trinken sind exorbitant, jenseits von Gut und Böse!!!

Neben den klassischen Motiven, wie die großen Raubtiere links im Bild, gibt es auch zahlreiche kleinere Tiere, die, wenn man sie eine Weile beobachtet, schöne Motive erkennen lassen. Fotografieren lassen sich solche Motive wie der Löwe mit etwa 200mm - 300mm Brennweite. Für die Freistellung sollte man möglichst Offenblende verwenden, oder nur leicht abblenden, weil viele Objektive bei Offenblende noch etwas "weich" sind. Je größer der Abstand vom Tier zum Hintergrund, desto besser gelingt die Freistellung.

Versucht mal eine andere, aussergewöhnliche Perspektive zu finden. Normalerweise fotografiert man auf Augenhöhe. Hinundwieder ist ein Abweichen von der Normalität aber auch ganz interessant, wie beispielsweise die Affenente links, die in der schrägen Draufsicht abgelichtet wurde.

Im Focus sollten immer die Augen der Tiere liegen. Ein Bild wirkt auch scharf, wenn andere Teile des Tieres in der Unschärfe versinken. Links hab ich mal ein drastisches Beispiel mit dem Porträt eines Helmkasuares. Durch den kurzen Abstand zum Tier, der langen Brennweite von 100mm bei großer Blende 5, versinkt der Schnabel in Unschärfe. Dennoch hat man nicht den Eindruck, daß das Bild unscharf ist, weil die Augen scharf abgebildet sind.

Tiere wirken lebendiger, wenn mann sie in Bewegung fotografiert. Dies kann beispielsweise beim Fressen, Spielen, Jagen oder Fliegen sein. Wenn der Teil des Tieres, der sich bewegt, dann Unmschärfe aufweist, gibt das dem Bild Dynamik - man sieht auf dem Bild, daß das Tier lebt. Der Vogel links im Bild z.B. schlägt nur ein bissl mit den Flügeln, macht das Bild dadurch aber interessanter. Tip: Wie man richtig durch das Gitter einer Voliere fotografiert.

Über das Fotografieren von Fischen in einem Aquarium hab ich ja hier schonmal berichtet. Ergänzend kann man noch folgendes sagen: Für kleine Fische lange Brennweiten, große Fische Kurze Brennweiten. Fische, die gemächlich durchs Wasser gleiten, lassen sich besser ablichten als solche, die ständig hinundher wuseln. Nutzt Objektive mit hoher Lichtstärke, schraubt die ISO-Empfindlichkeit Eurer Kamera bis an dei Rauschschmerzgrenze, so daß ihr auf halbwegs kurze Belichtungszeiten, ab 1/100s und kürzer kommt. Aquarien mit hellem Untergrund eignen sich besser für die Fotografie, als solche, mit dunklem Untergrund.

Für das Abblichten von Kleinstlebewesen, wie die Ameisen links, sind Makroobjektive mit mindestens 100mm Brennweite erforderlich. Da die kleinen Biester recht quirlig sind, ist es schierig, sie scharf einzufangen. Reserven für das Abblenden sind nur durch das Erhöhen der ISO-Empfidlichkeit drin. Beachtet auch hier, das man immer auf die Augen scharf stellt - ja, ich weiß, daß das schwierig ist ;-) Richtet euch darauf ein, hier eine Menge Ausschußbilder zu produzieren, die zwei oder drei gelungenen sind dann aber Entschädigung.

In vielen Käfigen und Terrarien befinden sich lebende Futtertiere. Wenn der Hauptbewohner einmal nicht so fotogen in Pose liegt, kann man sich auch mal ein Futtertier als Motiv heraussuchen. Hier kommt vorzugsweise ein Makroobjektiv von 100mm - 180mm zum Einsatz. Je kürzer der Abstand zum Futtertier ist, desto mehr müßt ihr abblenden. Links wurde Blende 8 bei 100mm Brennweite und ISO 800 verwendet.

Wenn man genau hinschaut, kann man im Zoo eine Menge Streiflichter, die von den zahlreichen Bäumen und Sträuchern erzeugt werden, entdecken. Wartet auf den Augenblick, in dem sich eines der Tiere mit dem Kopf in so ein Streiflicht bewegt. Häufig hat man Glück bei den gefiederten Vertretern der Tierwelt. Links auf dem Bild hat so ein Streiflicht einen regelrechten Spot auf die Ente gelegt. TIP: Die Kamera muß dafür auf "Spotmessung" eingestellt sein. Bei Mehrfeldmessung wird der Hintergrund mit durchgezeichnet und das Motiv selbst wahrscheinlich überbelichtet dargestellt.

Achtet auf einen harmonischen Bildschnitt. Häufig lässt dieser sich noch später in einem Bildbearbeitungsprogramm verbessern. Prinzipiell sollte man sich an die Regeln des Goldenen Schnitts halten

...und zum Schluss:
Das Verwenden eines Blitzes, wie man es häufig sieht, ist in der Tierfotografie tabu. Stellt die Automatik der Kamera ab und fotografiert mit Blenden- oder Zeitvorwahl. Bewegt Euch langsam und ruhig, die Tiere danken es einem. Verharrt auch mal vor einem Gehege, nehmt Euch Zeit. Scharfgestellt wird immer auf die Augen des Tieres, egal ob groß oder klein. Nehmt genügend Speicherkarten, Akkus und, wie eingangs bereits erwähnt, Essen und Trinken mit.

Für obige Bilder kam folgendes Equipment zum Einsatz:
  • Weitwinkelmakro Objektiv Sigma 24/1,8
  • Stabilisiertes Makroobjektiv Canon Makro 100/2,8 L
  • Zoomteleobjektiv Canon 70-200/2,8 L
  • Digitale SLR Kamera Canon 5D MarkII


Das wars für heute, lasst mal eure Zoobilder sehen,
bis dahin Euer
OldSkoolMan
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  #2  
Alt 24.07.2010, 11:29
Dauerknipser
 
Registriert seit: 04.01.2008
Beiträge: 55
Standard Danke :-)

Danke für diese schönen Anregungen, ich hoffe, ich kann mir das alles merken :-)))

PamVo
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  #3  
Alt 10.02.2011, 16:51
Benutzerbild von OldSkoolMan
Administrator
 
Registriert seit: 29.12.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 489
Standard Passend zum Thema: Fotoerlaubnis im Zoo und/oder Tierpark

Na das passt ja...Neulich bin ich im Internet über eine wirklich schöne Liste gestolpert, die obiges Thema, das Fotografieren im Zoo, prima ergänzt. Marc Thomalla hat auf seiner Webseite eine Liste mit Zoos veröffentlicht, in der man nachschauen kann, ob das Fotografieren beim geplanten Zoobesuch erlaubt oder verboten ist und wie man die darin gemachten Bilder verwenden darf. Danke für diese tolle Arbeit...hier gehts zur »Zooliste
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